Gegen das punktlose Schlusslicht St. Nikolai Spandau gelang den Frohnauern mit 4:1 der höchste Auswärtssieg der Saison.

Doch bis es soweit war, mussten die Batzen ein hartes Stück Arbeit hineinstecken. Dabei begann das Spiel mit einem Sturmlauf der Frohnauer, doch Referee Heider pfiff gleich zwei Batzen-Treffer (Kevin Schilf und Florian Winkler) zurück. Er hatte jeweils Abseits gesehen. Umstrittene Entscheidungen, denen noch weitere im Spiel folgen sollten. Ein Schuss von Sven Tornemann, den der Nikolai-Keeper entschärfte, beendete die gute Startphase (10.). Kurz darauf verpasste Nikolai knapp die Führung. Es blieb die einzige Großchance der Gastgeber im ersten Durchgang, der nun verflachte. Glück hatten die Frohnauer noch, als Heider ein Handspiel von Robert Seibt im eigenen Strafraum nicht als strafstoßwürdig einstufte. Die Batzen hatten deutlich mehr vom Spiel, schafften es aber nur selten, den Ball über mehr als drei Stationen in den eigenen Reihen zu halten. Torchancen wurden nur noch gelegentlich erspielt und noch seltener gefährlich abgeschlossen. Besonders schlecht führten die Frohnauer die Standards aus.

Das änderte sich direkt nach Wiederanpfiff. Coach Daske hatte den Debütanten Oliver Degano eingewechselt, um die Durchschlagskraft zu erhöhen. Doch nicht er, sondern "Oldie" Sven Tornemann erzielte nach der Ecke von Kevin Schilf die heiß ersehnte Batzen-Führung (48.). Kurioses ereignete sich, als Heider einen Rückpass nicht pfiff und stattdessen einen Freistoß für Nikolai gab, mit der Begründung, dass der anstürmende Robert Seibt den Nikolai-Keeper ja hätte foulen können. Ein Fauxpas, den der Unparteiische anschließend eingestand. Schiedsrichter machen aber ebenso Fehler wie Spieler und so nutzte Nikolai die Einladung, als Seibt im eigenen Strafraum den Arm ausgefahren hatte, um einen Elfmeter zu erzwingen. Diesen konnte Keeper Raabe nicht halten - 1:1 (56.). Nikolai kam nun besser auf, während bei den Batzen kaum noch etwas zusammenlief. Erneut reagierte der Frohnauer Trainer und brachte den "Ur-Batzen" Niklas Ehling und Patric Lux. Letzterer gab sein Comeback, nachdem er bereits von 2008 bis 2013 im Batzen-Trikot 67 Spiele (27 Tore) bestritten hatte. Direkt nach der Einwechslung traf der Joker per Flugkopfball nach Flanke von Seibt zum 2:1 (69.). Was für ein Comeback! Nun ließen die Reinickendorfer nichts mehr anbrennen. Jeweils nach Vorarbeit von Ehling traf Kevin Schilf zum 3:1 (79.) und 4:1 (87.). Der fünfte Sieg in Folge (Liga+Pokal) konnte jetzt gefeiert werden.