Erstmals in ihrer Geschichte hatten die Batzen die Chance, Tabellenführer der Oberliga zu werden. Diese Gelegenheit wurde kläglich hergeschenkt.

Auch in der Höhe verdient verloren die Batzen mit 0:6 gegen LG Schöneberg. Damit riss auch die Heimsiegesserie, die bis zum diesem letzten Hinrundenspiel gehalten hatte.

In keiner Phase des Spiels konnten die Batzen Ligatauglichkeit unter Beweis stellen.Vor der Pause hatte Schöneberg mehr Ballbesitz und gewann die Mehrzahl der Zweikämpfe. Bis auf einen Distanzschuss von Aykan Altay, dem einzigen Spieler der Batzen an diesem Tag mit guter Form, gelang kein gefährlicher Torabschluss. Die qualitative Schwächung durch fehlende Akteure in der Offensive konnte die Batzen auch später nicht ausgleichen. Die wenigen Chancen nach der Pause wurden ausnahmslos vergeben. Auch die Standardstärke, die in den meisten Hinrundenspielen den Ausschlag zugunsten der Batzen gab, wurde nicht ausgespielt. Ob Freistoß, ob Ecke: Diesmal gelang nichts. Dazu kam dann noch als Krönung der Platzverweis gegen Stephan Hörber wegen Meckerns von Schiri Heider in der Schlussphase des Spiels. Statistische Randbemerkung: Es war das zweite Niederlage der Saison für die Batzen, beide Spiele leitete Heider.

Und Schöneberg? Die Gäste waren mit guter Besetzung angetreten, spielten einfach und zielstrebig und nutzten nach der Pause fast jede Torchance eiskalt. Nach dem 0:1 (40.) zur Pause gaben sie gegen die Batzen nur kurze Zeit nach der Pause die Spielkontrolle aus der Hand. Mit dem Konter zum 0:2 (61.) brach der Widerstand der Frohnauer zusammen. Schon hier war augenfällig, dass die Aufholjagd, die auch ansonsten eine Stärke der Batzen ist, diesmal nicht folgen wird. Schöneberg hingegen baute die Führung zum Kantersieg aus: 0:3 (67.), 0:4 (78.), 0:5 (83.) direkter Freistoß, 0:6 (84.). Glückwunsch an die Schöneberger, gegen die man sicherlich verlieren kann. Aber sich so unter Wert hätten sich die Batzen auch nicht verkaufen müssen.